Gezeiten

marée

 

 

Wir danken

Alexander Piber 
+43 650 515 14 85
apiber@opog.at

für die tatkräftige

Unterstützung bei der

Erstellung des ebooks.

Gruss an Vicky in Neuseeland 

 

 

 

 

 

Wir freuen

uns sehr

über einen

Eintrag in unser

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Calvaires

 

Von Morlaix aus machen wir eine

Tagesfahrt zu den schönsten 



und bedeutendsten " Enclos Paroissiaux "

( umfriedete Pfarrbezirke ) der Bretagne .


 Hochinteressant und prachtvoll sind diese

" Calvaires " ( Kalvarienberge ).   

 

Der älteste aus dem Jahr 1554, steht in Plougonven.

An die 100 Figuren stellen hier das Leiden Christi dar, ganz selten ist  die achteckige Form des Calvaires .

 

 

Weils

gerade auf

der Strecke liegt, gucken wir

uns auch das kuriose, 1640 erbaute festungsgleiche, quadratische Gefängnis  in dem netten Örtchen

 

 

Guerlesquin an. Im Untergeschoss befand sich früher

das Verlies und in den oberen Etagen waren die 

 

 

Wächterräume

untergebracht.

Montags

wurde hier 

Recht

gesprochen. 

Und wie

 in fast

allen

bretonischen

Orten, 

 

 

 

so lohnt sich auch hier ein Blick in die Pfarrkirche mit ihrem überaus  reichen Inventar . 


 

Schöne  alte  Gemälde sind dort ebenso zu sehen,

wie antike  Heiligenfiguren.  

 

 

Wir haben

uns wieder

mal viel zu

lange

aufgehalten

- es ist 

spät geworden und so fahren

wir erst

mal nach

Saint Thegonnec zum dortigen Wohnmobilstellplatz.

 

Den    " enclos paroissial  " wollen   wir    uns   morgen

genauer ansehen, er ist das klassische 


 

Beispiel    eines  bretonischen   Kirchhofs. 

Ausgefallen und imposant  ist das zweistöckige Beinhaus


 

und fast maßlos wirkt der Prunk

beim Triumphtor und dem Kalvarienberg. 

 

 

 Etwa 40

Figuren

erzählen

in den 

dargestellten Szenen 

die Passion

und die

 Auferstehung

und im Sockel

 liest man die

Geschichte des St. Thegonnec.

 

 Es geht auch hier um die ewig währende  Auseinandersetzung des Menschen mit dem Tod.


 

Die Kirchhöfe im Finistere sind selbst in kleinen Dörfern oft ungewöhnlich  groß und prachtvoll. 


 Durch den Handel mit Leinen und der Aufzucht von bretonischen Pferden sind viele Dörfer zu


 

Wohlstand gekommen.

Sie legten

Wert darauf, entsprechend

ihrer

finanziellen

Möglichkeiten, die größten

und auch schönsten Kirchen

zu haben  

 

und  prunkvoller als  die der Nachbargemeinden 

sollte sie möglichst  auch  sein .


 Die Pfarrkirche Notre - Dame mit ihrem Kirchturm

im Renaissance-Stil entstand 1599 - 1610. 



 Im Innenraum fällt die barocke Ausstattung ins Auge. Die Kanzel ist ein Meisterwerk


 bretonischer  Schnitzkunst und der Rosenkranzaltar,

der die  Übergabe des Rosenkranzes an den 

 


 Heiligen Dominikus und die Heilige Katharina von Siena zeigt, ist in seiner Pracht kaum zu überbieten. 


 Wir fahren anschließend nach Guimiliau.

Imposant dominiert hier der Kirchhof den Marktplatz


 mitten in dem kleinen Ort. Das Triumphtor mit seinen

barocken Giebel wirkt eher bescheiden,

 

 doch mit seinem Figurenreichtum wird der

" calvaire"  von keinem anderen übertroffen.


 

Eine Besonderheit  ist die im Osten errichtete Grabkapelle.  Traditionell westlich der 


 Vorhalle befindet sich das Beinhaus.

Der Calvaire erzählt Szenen aus dem Leben Jesu. 


 Hier abgebildet die legendäre Geschichte

der sinnestollen Katel Gollet,

die für den Teufel ein Hostie gestohlen haben soll,

um damit seine Manneskraft zu stärken.


 nachdem sie sich tot- "getanzt "  hatte,

wird sie von den Helfershelfern des Teufels

nackt in den Höllenschlund gezogen.


Die Szenen sind alle sehr eindrucksvoll

und  ausdrucksstark.


 

 Unten abgebildet ist die

Erschaffung Evas. 


 Interessant ist auch das Innere der Kirche,

mit dem aus Eiche geschnitzten Baldachin 

 

 

über dem

Taufbecken, oder  auch der Altar des Heiligen Miliau, dem bretonischen Prinzen,

der von seinem Bruder ermordet

wurde.

 Wir sind ein bisschen müde und eigentlich haben wir uns für heute genug angesehen,


 

 so überlegen wir,ob wir nicht auf dem hiesigen Wohnmobilstellplatz übernachten wollen.


 

Am Auto entdecken wir einen Zettel

mit Grüßen

aus der alten Heimat.

Wir treffen die Leute auch noch und es wurde

ein netter Abend fern der

Heimat.

 

 Wir haben eine ruhige

Nacht verbracht und am nächsten Tag gucken wir


 

 uns noch

die Kirchhöfe

in Commana

  und in

Lampaul - 

Guimiliau an -

mal sehen, wer

in unseren  

Augen

 

den  Wettkampf  um  den schönsten

" Enclos Paroissial" gewonnen hat.


Der Kirchhof in Lampaul Guimiliau mit seinem Calvaire

ist eher nüchtern. 

In der Pfarrkirche  Kirche Notre-Dame , 

finden wir auch wieder, wie in Guimiliau,


 

das Martyrium

des Heiligen Miliau ,

der von

seinem Bruder

ermordet

wurde. Hier ist er dargestellt

mit seinem

Haupt in

der Hand.

 

Nun bleibt uns  noch Commana . - Hoffentlich habe ich die Bilder nicht durcheinander geworfen.


 Mit dem Bau der Kirche in Commana wurde Ende des XVI.  Jhdt. begonnen, fertiggestellt wurde sie  im XVII. Jhdt.  Im Inneren fällt  der herrliche,


 

üppig vergoldete Annenaltar, aus dem Jahre 1682 auf. Er wurde dem damaligen Pfarrer von seinen Pfarrkindern als "Wiedergut-

machung" gewidmet. 

 

Sie hatten ihn verprügelt und gelyncht und anschließend auf den Misthaufen geworfen, 


 

weil sie

irrtümlich

angenommen

hatten,

er habe die

Salzsteuer

zurückgehalten. 

Dabei wußte

der von nix.

 

 

Wir übernachten wieder am

Wohnmobilstellplatz in St. Thegonnec.



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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