Gezeiten

marée

 

 

Wir danken

Alexander Piber 
+43 650 515 14 85
apiber@opog.at

für die tatkräftige

Unterstützung bei der

Erstellung des ebooks.

Gruss an Vicky in Neuseeland 

 

 

 

 

 

Wir freuen

uns sehr

über einen

Eintrag in unser

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Reise 2011

 

Es ist wie in dem Buch " Weinland Baden"-

" dieses Land kannste nie leersaufen ! " 


 

Unsere Fahrt geht nun weiter, vorbei an den vielen  toll    gepflegten   Weinbergen   der 


Ortenau nach Burkheim am Kaiserstuhl, ebenfalls Baden. Heute kommen unsere

 

 

Freunde aus Österreich an, sie werden uns 6 Wochen auf unserer Reise begleiten - wir freuen uns schon sehr auf sie. 


 

Das mittelalterliche Weinörtchen Burkheim, dessen erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahre 762 datiert, ist ein netter  Ausgangspunkt für unsere gemeinsame Frankreichreise.


 

Ausgrabungen belegen , daß bereits in der Endstufe der älteren Eiszeit, also vor 10 000 Jahren, hierzulande Jägerhorden durch die Gegend zogen,

 

 

und die ersten  Ureinwohner gab es

schon ca.  2000  v.  Chr. 


 

Später, davon zeugen die Reste des Kastells bei der Burg Sponeck, kamen dann die Römer in die Gegend und danach die Alemannen, bis letzlich die Franken die Oberherrschaft gewannen.

 

Die Endsilbe " heim " deutet darauf hin, daß Burkheim eine fränkische Siedlung ist.


 

Aufgrund einer Schenkungs-

urkunde weiß man, daß  schon im Jahre 778 Weinbau betrieben wurde. Um 1330 bekam der Ort gar die Stadtrechte .

 

In der Folgezeit war Burkheim auch mal habsburgisch und damit Teil Vorderösterreichs -  gehörte also uns :-)  !!


 

Kaiser Karl IV. hatte Weihnachten 1347  in dem kleinen Ort, der nur 34 Herdstätten zählte , auf dem Schloss Burkheim übernachtet.

 

Seine Blütezeit erlebte Burkheim im XVI. Jhdt.   unter dem Pfandherrn Generaloberst Lazarus von Schwendi.


 

 

Als General des Kaisers, brachte er neue Ideen für den Weinbau mit und war  auch Förderer der Zünfte.

 

Nach  dem  30  jährigen  Krieg  besiedelten Zuwanderer  aus  Tirol,  der  Schweiz, Lothringen und Burgund die damals zerstörte und menschenleere Gegend.


 

 

Infolge der Revolutionskriege fiel Burkheim 1797 in den Besitz des Herzogs von Modena, 1803 wurde es dann wieder österreichisch,


 

 

bis ihm dann im Epochenjahr 1805/06  Napoleon seinen Stempel aufdrückte und Burkheim letztendlich an das Großherzogtum Baden fiel.


 

Im Ersten Weltkrieg blieb Burkheim verschont, hingegen im Zweiten Weltkrieg erlebten die Bürger viel Leid.


 

So -  und nach so viel bewegter Geschichte wollen wir nun endlich  auch  ein  leckeres Burkheimer Viertele schlotzen. 

 

Zwar auch dem Wein sehr zugetan, aber auch an Kräutern und  Gewürzen  interessiert,


 

besuchen Melitta und Veri noch den berühmten

Burkheimer Kräuterhof. Hier gibt es edle Gewürze,

 

 

Kräuter, Essig und Öl, verschiedene Teesorten, Kosmetik, Traubenkernprodukte, u.u.u.....,


 

Aufstriche süß und herzhaft und auch Korbwaren. Wir sind schon leicht vom Burkheimer Riesling und 


 

auch ein bisschen von dem Silvaner beschwingt, als die  Damen  gegen  19.00   Uhr   eintrudeln. 

" Es sind  ja meist die Ärmsten, die in den Wirtshäusern sitzen, derweil

 

 

Weib und Kinder zu Hause  Hunger leiden " , so stand es schon in Schwendis " herrschaftsbereichserlassenen


 

Trinkerlass "  zu lesen und wären unsere Damen nicht mit voll gepackten Einkaufstüten zurückgekehrt, wären wir vielleicht gar  in den Turm 

 

 

 

eingesperrt worden, denn : Um 9 Uhr hatten damals 

 " Wirte und Stubenknechte 

 

 

 ihre Lokale zu schließen", ein

Nichtbefolgen kostete

ein Pfund Rappen, sowohl für den Wirt , als auch für den Gast.

Und wer gar " frevelt

 

mit Haar raufen oder Messerzucken und Schlagen",

dem drohte die doppelte Strafe, oder 


 

 er mußte in den Turm.  

"  Zutrinken oder Nötigung zum Trinken" kostete drei

Pfund Rappen. Und wer sich gar voll trinkt,


 

" dass er auf der Straße liegen bleibt und Ärgernis gibt, zahlt zwei Pfund  Rappen und wird zwei Tage bei 

 

 

Wasser und Brot in den Turm gelegt." Die Wirte durften " keine leichtfertigen Leute und gemeine


 

Metzen länger als eine Nacht beherbergen und müssen sie von den ehrlichen Leuten absondern, sonst gibt es

zwei Pfund Rappen

 

 als Strafe." ( aus "Inhalt einer durch Lazarus von Schwendi für seinen herrschaftsbereicherlassenen


 

Trinkordnung" von Rolf Maurer  ).   Früher bewachte der  Nachtwächter die Stadt,


 

Nachtwächter die Stadt, um Unruhen und 

auch Feuer zu verhindern und  er kontrollierte 


 

auch die fremden Gesichter, das tut er übrigens auch heute noch.  Sonntags  gegen 22 Uhr 


 

dreht er seine Runde durch den historischen Stadtkern mit den reizenden Gäßle, den schönen Fachwerk- und Fischerhäusern  bis hin zur Schlossruine

 

und trällert dabei sein Nachtwächterlied in alemannischer Sprache.


 

Vom mittelalterlichen Charme  und dem leckeren Burkheimer Wein beseelt wandeln wir zu dem Wohnmobil-

stellplatz hoch über dem Ort.

 

Wir sind uns nicht sicher, ob es ein offizieller Wohnmobilstellplatz ist, aber da mehrere

 

 

Wohnmobile bereits dort stehen, bleiben wir einfach über Nacht auch hier.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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