Gezeiten

marée

 

 

Wir danken

Alexander Piber 
+43 650 515 14 85
apiber@opog.at

für die tatkräftige

Unterstützung bei der

Erstellung des ebooks.

Gruss an Vicky in Neuseeland 

 

 

 

 

 

Wir freuen

uns sehr

über einen

Eintrag in unser

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Reise 2011

 

Weiter geht unsere Fahrt in Richtung Bar le Duc, wir wollen dort auf dem Wohnmobilstellplatz übernachten.


 

Man fährt an Bar Le Duc nicht vorbei, zumindest Manfred nicht, ohne bei bei " Maitre Chocolatier Andre Cordel" vorbeizuschauen.


 

Er  zählt  zu  den  besten Chocolatiers von

Frankreich und seine Schokoladenspezialitäten

genießen weltweil hohes Ansehen. Und dann wäre da noch der  "Caviar von Bar le Duc ", die wohl teuerste Konfiture der Welt.


 

Was macht diese Konfiture, eine Johannisbeer-

konfitüre so begehrenswert und teuer ? Nun, es ist wohl die sehr liebevolle und sorgfältige Zubereitungsart:

 

Zunächst werden die  Johannisbeeren mit der Schere ganz vorsichtig vom Stengel geschnitten, damit auch ja keine kaputt geht. Danach werden die Samen  mit einem angespitzten  Federkiel aus jeder  Beere einzeln herausgebuddelt und die Beere dann  wieder zugedrückt. Man kann sich leicht vorstellen, daß eine auch geübte Hand für1 kg  Beeren mehrere Stunden braucht, um sie sauber zu entsamen. Dafür entsteht aber später daraus nicht einfach ein Johannisbeergelee, sondern eine wirkliche Konfitüre mit ganzen Früchten.


 

Wen wunderts das ein Kilo dieser begehrten Johannisbeermarmelade ca. 220 € kostet. 

Gereicht wird die Konfiture zu Gänseleber, Wild oder zu Dessertkompositionen.


 

Die ursprüngliche  Idee, die Johannisbeeren zu entsamen, soll von ortsansässigen Mönchen aus dem  XIV.Jhdt. stammen. Bald war diese  edle Marmelade ein beliebtes Geschenk in den wohlhabenden und in den aristrokratischen Kreisen. Man präsentierte sie  in kleinen edlen  Kristallgläser .


       

Maria Stuart schwärmte von der bernsteinfarbenen und roten Konfitüre, sie sei wie ein Sonnenstrahlen in einem Kristallglas :" A ray of sun in a cristal jar". Bis zur Französischen Revolution


 

 

gab es mehr als 100 Marmeladenhersteller in

Bar le Duc. Mit Beginn der Revolution brach der

Markt über Nacht zusammen.



Jacques Dutriez kaufte nach dem Zweisten Weltkrieg 
die letzte noch verbliebene  Marmelade-

fabrikation von seinem Chef ab. 

 

 

Heute , seit dem Jahre 2000 führt die Enkeltochter Anne Dutriez das Unternehmen weiter.


 

Auch Alfred Hitchcock war begeistert von der köstlichen Marmelade. Gerne stieg er in Hotels in Frankreich ab, die diese Marmelade auf dem Frühstückstisch 

hatten.

 

An seine Croissants ließ er angeblich nur Butter und Dutriez. Die Marmeladen standen natürlich nur so lange auf dem Tisch, bis Hitchcock wieder abgereist war, danach wurde sie auch schnell wieder weggeräumt, die Hoteliers hatten Angst an den teuren Konfitüren pleite zu gehen.


 

Leider waren beide Geschäfte heute geschlossen, wir werden sie also erst auf unserer Rückreise besuchen und dann bringen wir auch Fotos mit.


 

Bar-le-Duc ist ein Städtchen mit 16.000 Einwohnern, durch den Fluß Ornai geteilt in die Ober- und die Unterstadt . In der Kirche Saint-Etienne, in der Oberstadt befindet

 

 

sich die berühmte Statue des Bildhauers

Ligier Richier, " Le Trans " oder auch das

 

" Skelett" genannt, es ist  wohl  sein bekanntestes Werk.  Zu sehen ist der  skelettierte  Körper von

" Rene de Chalon ", dem Prinzen von Oranien, der 1544 

 

im jugendlichen Alter von 25 Jahren im Kampf gefallen war. Drei Jahre nach seinem Tod


 

fertigt Ligier im Auftrag von

" Anna von Lothringen ",

der Witwe Renes, die Nachbildung von seinem Leichnam

an. Ein

beeindruckendes

Werk ist entstanden.

 

Außergewöhnlich ausdrucksstark zeigt es den enthäuteten Körper von Rene mit 


 

seinem Herz in der ausgestreckten Hand haltendanatomisch erstaunlich präzise gearbeitet.

Auch Ligier's

 

Kreuzigungsgruppe befindet  sich  hier  in  der  Kirche.  Ligier arbeitete mit Stein, Holz und Ton und 


 

entwickelte ein Verfahren zur Bearbeitung von Kalk mit Wachs , um ihm ein marmorartiges


 

Aussehen zu verleihen, ein interessanter Künstler.

Morgen geht's  aber für uns weiter nach Hautvillers.



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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